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Beziehungen

Man cornerAuf seinem Weg über den Broadway bemerkt Old Mikel einen einsamen Mann an der Ecke: der auf etwas wartet, das er nicht weiß und kennt, aber er wartet jeden Tag, und wartet nur, dass sich etwas zeigt, oder etwas passiert. Und niemand kennt ihn. Und niemanden kümmert es, weil es da kein Versteck gibt.

Etwas Festes formt sich dort oben in der Luft. Eine Wand des Todes senkt sich auf den Time Square. Niemanden scheint es zu kümmern. Sie tun alle so, als wäre da nichts. Der Wind bläst jetzt stärker, bläst Staub in Mikels Augen. Der Staub setzt sich auf seine Haut; bildet eine Kruste, in der er sich nicht mehr bewegen kann. Und Mikel schwebe wie eine Fliege, eine Fliege, die über der Autobahn schwebt, und auf die nächste Windschutzscheibe wartet.

Old Mikel schleicht sich zur Seite, klettert die Wand hoch, und geht durch das Dunkel der Nacht. Er steigt durch ein Fenster, tritt auf den Fußboden, und schaut vorsichtig nach links und rechts. Er hebt die Scherben auf, und wirft sie zur Seite. Irgendwas ist hier merkwürdig. So hilf mir doch jemand! Lasst mich hier raus! Dann ist plötzlich aus der Dunkelheit zu hören: "Willkommen im Haus am Meer!" Gestalten kommen aus dem Gebälk, und durch die offene Tür. Von oben und von unten drängen sie herbei, vage Schatten in Menschengestalt. Nach unten, zur Seite und im Kreis bewegen sie sich, ohne Richtung und mit Augen voller Verzweiflung. Dann seufzen und klagen sie wie mit einer einzigen Stimme: "So hilf uns doch jemand! Lasst uns hier raus! Wir haben hier so lange ungestört gelebt, träumten von der Zeit, als wir noch frei waren. Vor so vielen Jahren, bevor wir zum ersten Mal hörten: Willkommen im Haus am Meer!"

Und bevor noch schlimmeres passiert, verlässt Old Mikel diesen unheimlichen Ort! Gelangweilt vom Leben in der goldenen Stadt war er fortgegangen, ohne es irgendjemandem zu sagen. Fort waren die Türme, die er schon als Kind gekannt hatte, allein mit dem Traum eines Lebens reiste er auf der weit offenen Straße der vernagelten Arkade, auf der Suche nach jemandem, der sein Leben mit ihm teilen möchte. Nirgends. Jeder kam ihm so merkwürdig vor!Wildestier

Sie haben keine Hörner und sie haben keinen Schwanz, sie wissen nicht einmal, dass es uns gibt! Hatte er Unrecht, an eine goldene Stadt zu glauben, die in weiter Ferne liegt? Und er weinte, als man ihn wegführte - zu einem Käfig, an dem geschrieben stand: "sprechendes wildes Tier". Die Geschöpfe drängten sich und stocherten an ihm herum und zweifelten wieder an seiner Geschichte. Aber bald wurden sie ihrer Beute müde - sprechendes wildes Tier? Eher eine verrückte Idee oder ein Reklame Gag? Oh nein!

Sie haben keine Hörner und sie haben keinen Schwanz, und sie wissen nicht einmal, dass es uns gibt. "Habe ich so Unrecht, an eine goldene Stadt zu glauben, die in weiter Ferne liegt?" - Schrie er, und brach die Tür des Käfigs auf und ging hinein. Er packte ein Geschöpf am Kragen und erklärte: Dort, jenseits der Grenzen deiner schwachen Fantasie stehen die stolzen golden glänzenden Türme meiner Stadt. Lass mich dich hinführen und dir eine lebendige Geschichte zeigen. Lass mich dir andere zeigen, die so sind wie ich. Warum bin ich je fortgegangen?

NeWYorkSie haben keine Hörner und sie haben keinen Schwanz, sie wissen nicht einmal, dass es uns gibt. "Habe ich denn wirklich Unrecht, an eine goldene Stadt zu glauben, die in weiter Ferne liegt?" , schrie er und weinte.

Und so machte er sich auf den Weg mit dem wilden Tier und seinen Hörnern und der verrückten Beschreibung seiner Heimat. Nach einer viele Tage langen Reise gelangten Mikel und das Tier auf einen Gipfel; wo das wilde Tier Ausschau hielt und aufschrie. Mikel folgte seinem Blick und dachte, vielleicht können wir einen goldenen Turm sehen - nein, die Augen hatten einen Streich gespielt - das war alles - aber das wilde Tier war verschwunden, und eine Stimme ließ sich hören: Sie haben keine Hörner und sie haben keinen Schwanz, sie wissen nicht einmal, dass es uns gibt. Habe ich Unrecht, an eine goldene Stadt zu glauben, die in weiter Feme liegt?, schrie er.

Hallo, Freund, willkommen zu Hause.

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